Nordelbische
Kirchenzeitung, 18.10.96
Die christliche Geschichte wurde
als Rockoper in Husum aufgeführte
Die Seele von Teddy Freddy
Husum – Die Premiere einer schleswig-holsteinischen
Rock Oper erlebten zahlreiche Besucher des Freizeitkomplexesim
TSBW. Die Geschte erzählt aus der Sicht eines Teddybären
die unterschiedlichen Begegnungen mit Menschen verschiedener
Charaktere.
Der alleinige Urheber dieser Oper, der Kieler Jürgen
Braun, benötigte insgesamt zwei Jahre um die aufwendige
Mulitimedia-Darbietung zu realisieren. Er arrangierte,
komponierte, textete und erweckte so „Teddy-Freddy“
zu eigenem Leben.
Aus
mehreren Bands stellte er ein neues Team zusammen, das
sich – aufgrund seiner Vergesslichkeit während
der Proben – „Die Alzheimers“ benannte.
Die
„Teddybär-Revue“ konnte auf Grund des
Themas gleichermaßen jung und alt in ihren Bann
ziehen, ist doch gerade jedem das braune Kuscheltier aus
der eigenen Kindheit vertraut.
Liebevoll
gemalte Kulissen, wechselnde Dias, unterbrochen von überraschenden
pyrotechnischen Effekten, samt der dargebotenen Live-Musik
des neunköpfigen Ensembles, untermalen die bewegende
Geschichte des im Spielzeugkrieg verletzten Bären,
dargestellt durch Andrea Lilienthal. Er wurde von seiner
Erstbesitzerin, als ihre Aufmerksamkeit eher dem ersten
Freund galt, auf die Müllkippe geworfen.
Zu
neuem Leben erweckt wird der Teddy durch die Liebe der
begabten Violinistin Mirjam Leutzinger, die seine Tränen
wegzaubert, das Ohr annäht, und ihm einen kleinen
Plüschteddy schenkt.
Es
folgen Reisen nach Spanien und Thailand, während
der Bär im Publikum viele Freunde findet und ihnen
Gummibärchen schenkt. Die auch stilistisch gelungene
Oper soll demnächst auch in Kiel sowie anderen Städten
in Schleswig-Holstein aufgeführt werden.